Künstler

5 Minuten mit Martina Hamrik

Martina Hamrik ist eine in Deutschland lebende Künstlerin, deren Gemälde in Einzelausstellungen im Inland sowie in den USA, Österreich und der Schweiz gezeigt wurden. Sie ist fasziniert von Menschen in Sport und Bewegung. In ihren Arbeiten bemüht sich Hamrik, die Zeit stehenzulassen, während sie gleichzeitig Bewegung auszudrücken versucht. Die von ihr entwickelte und patentierte Schleifentechnologie „Hintergrund“ erfasst und verbessert die Bewegungsdynamik und führt zu dreidimensionalen Bildern. SINGULART hat mit der Künstlerin über ihre kreativen Einflüsse und derzeitigen Projekte gesprochen.

Wann wussten Sie, dass Sie Künstlerin werden wollen?

Schon als Kind habe ich mich sehr viel mit kreativem Arbeiten beschäftigt, vor allem mit der Malerei. Schon damals hat mich das Abbilden von Menschen ganz besonders fasziniert. Auch habe ich als Jugendliche meine eigene Kleidung designt und genäht.

Ballerina Spitze schwarz weiß (2021), Martina Hamrik

Würden Sie uns von Ihren künstlerischen Einflüssen erzählen, welche Künstler haben Sie inspiriert?

Einen speziellen Künstler der mich inspiriert hat, kann ich nicht nennen. Natürlich bin ich schon immer gerne ins Museum gegangen und vor allem haben mich da die Alten Meister sehr fasziniert.

Meine Hauptinspiration sind jedoch die Menschen allgemein und vor allem die Menschen in Sport und Bewegung. Das Wiedergeben von positivem Körpergefühl und der Dynamik der Menschen ist meine künstlerische Inspiration und Kernaussage.

Meine Hauptinspiration kommt tatsächlich aus mir selbst und der Beobachtung meiner Umwelt.

So ist auch meine Erfindung der Bildhintergründe mit meiner patentierten Schlaufentechnik entstanden. Erfindungen entstehen durch das Tun, Ausprobieren und das genaue Hinschauen und Beobachten seiner Umwelt.

Auch mein positiver Bezug und die Freude zum Sport dient mir als Inspiration bei der Motivwahl.

Im Flug_blau (2021), Martina Hamrik

Mögen Sie es lieber alleine oder in einer Kollaboration zu arbeiten?

Ich mag es am liebsten alleine in meinem Atelier zu arbeiten, da ich, wie schon gesagt, meine Inspiration aus mir selbst nehme, liebe ich es voll und ganz in meiner Kreativität abzutauchen, da stören mich alle Ablenkungen daneben nur.

Würden Sie uns über Ihr derzeitiges Projekt erzählen – woran arbeiten Sie?

Im Frühjahr, während des zweiten großen Lockdowns in Deutschland, habe ich mit meiner neuen Serie „Summervibes“ begonnen.

Im Gegensatz zu meinen vorherigen Werken sind diese noch Großformatiger (200 x 150 cm) und etwas farbiger als die vorige schwarz/weiß Serie. Also farbiger, jedoch nicht bunt!

Auf den sehr großen Leinwänden konnte ich nun noch schwungvoller meine dynamisch-bewegten Menschen gestalten.

Summervibes orange (2021), Martina Hamrik

Ich male ja auch fast ausschließlich mit Spachteln (meist alte Kreditkarten) dadurch bekommen die Figuren alleine durch den Farbauftrag schon eine eigene Dynamik.

Diese Großzügigkeit im Format und den Figuren, als auch die positive Farbigkeit hat mir in der Pandemie sehr gutgetan. Und wie ich schon mit Freude feststellen durfte, haben auch meine Sammler das gleiche Bedürfnis und lieben diese Großzügigkeit und gerade auch das große Format.

Was würden Sie Ihrer Meinung nach tun, wenn Sie nicht Künstlerin geworden wären?

Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich als selbstständige Künstlerin ganz gut von meiner Kunst leben kann.

Meine zweite Leidenschaft ist das Modedesign. Auch dies lebe ich aus, zwar nicht als Broterwerb, jedoch die Sammler die mich persönlich und aus Messen kennen, wissen, dass ich oft meine eigene designte und genähte Kleidung trage.

Vor vielen Jahren habe ich auch schon eine Ausbildung im medizinischen Bereich absolviert. Aus dieser Zeit profitiere ich sehr von meiner Kenntnis der menschlichen Anatomie. Dies hilft mir jetzt natürlich bei der malerischen Umsetzung meiner Menschen in Bewegung.

Faszination Mensch war also auch bei diesem Lebensabschnitt sehr großgeschrieben!

Sisters (2019), Martina Hamrik

Welchen Rat würden Sie jungen Künstlern geben, die gerade anfangen und versuchen Fuß zu fassen?

Das Wichtigste und Erstrebenswerte an der eigenen Kunst ist es, ein Alleinstellungsmerkmal zu besitzen und dadurch auch einen Wiedererkennungswert. Daran sollte, finde ich, jeder Künstler arbeiten.

Und natürlich ist es heute unerlässlich, sich ein gutes Netzwerk aufzubauen.

Vielen Dank für das Interview Martina! Entdecken Sie alle anderen Werke auf dem SINGULART Profil von Martina Hamrik.