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6 Gemälde die dem Kubismus die Form stehlen

Geometrische Äquivalente finden für natürliche Formen war Ziel und Motiv der Kubismus Strömung, die sich Anfang des 20sten Jahrhunderts bildete. Sich sämtlichen perspektivischen und formgetreuen Abbildungen aller Blickwinkel abwendend – das unterstreicht den Durst nach Neuem und Wildem, der die kubistischen Künstler umtrieb.

Entdecken Sie unsere kubistischen Gemälde!

Entdecken Sie mit uns 6 der meist verwirrenden und deshalb wichtigsten kubistischen Gemälde, die Sie den Kopf um 360 Grad drehen lassen!

Pablo Picasso „The weeping woman“, 1937

Für Picasso waren die Frauen wahre Leidensmaschinen und das gab ihm Anlass genug eine Serie weinender Frauen zu malen. Dora, seine Muse und Inspiration ist die bildliche Verkörperung von „The weeping woman“ und gilt als letzte und meist ausgearbeitete Version einer wiederholten Deformierung und Neuzusammensetzung. Das Gemälde zeigt eine weinende Frau, die ihre Tränen mit einem Taschentuch aufzufangen versucht. Formen, Farben und Umrisse sind klar erkennbar und das Gemälde erschliesst sich fast in ganzer Vollständigkeit dem (auch laienhaften) Betrachter. Somit ein „leichter“ Einstieg in die Entdeckungsreise der, sagen wir, neuen Definition von Farbn und Form!

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Ölgemälde, ausgestellt im Tate in London

Juan Gris „Violin and Checkerboard“, 1913

Juan Gris, auch visueller Poet genannt und die Inkarnation des Kubismus erarbeitete spezielle Methoden der Rotation, Translation und Reflektion um seine Gemälde zu erstellen. Gutes Beispiel für seine Technik mehr als nur einmal um die Ecke zu denken, bietet sein Meisterwerk „Violin and Checkerboard“.

Die dekorative Anziehung, die von dem Gemälde ausgeht, lässt uns schnell übersehen welche Kraft vom Kubismus ausgeht, der die bildliche Evolution einfacher Abbildungen in Form und Farbe darstellt. In sehr schematischer Weise ist das Schachbrett in das Gemälde eingebettet, ebenso wie die Violine, die man zweifach erkennt. Sie können auch versuchen einmal die verschieden Farbfamilien für sich zu betrachten um die Komplexität vollends auszuschöpfen. Denn die Gefahr des Kubismus ist, Details zu übersehen, die sich unter all die hervorgehobenen Details mischen.

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Part of the Stephen A. Simon and Bonnie Simon Collection

Salvador Dali „Cubist Self-Portrait“, 1923

Berühmt für seine surrealistischen Arbeiten, versuchte sich Dali in seinen jungen Jahren auch mit dem Kubismus. „Cubist Self-Portrait“ ist eines der Resultate, dass seinen Kopf eingebettet in einem schraffierten Hintergrund zeigt. Zusehen sind also Fragmente einer Zeitung und Cigarre. Der erstehende Effekt erinnert an eine Mehrfach-Spiegel-Ansicht und beweist, dass Dali auch über kubistische Fähigkeiten verfügte.

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Öl und Collage auf Papier und Holz, ausgestellt im Museo Reina Sofia

Albert Gleizes „Les Joueurs de football“, 1912

Der Franzose Albert Gleizes war nicht nicht nur Theoretiker und Philosoph, er war auch Maler und Co-Author des ersten theoretischen Abhandlungen des Kubismus, die versuchte der Öffentlichkeit den Kubismus näher zu bringen. Um das Bild genauer zu betrachten, erst einmal eine Begriffserläuterung zu „französischem Fussball“ – vor dem ersten Weltkrieg entsprach es nämlich dem englischen Rugby. Zusehen ist ein Match im pariser Stadion und im Hintergrund eine kleine Brücke, auf der Gleizes sich öfter mit seinen Künstler-Freunden traf. Formvollendet, eckig und rund finden sich alle kubistischen Elemente auf der Leinwand zusammen, die eines der modernsten Gemälde des Kubismus der damaligen Zeit repräsentieren.

Albert_Gleizes,_1912-13,_Les_Joueurs_de_football_(Football_Players),_oil_on_canvas,_225.4_x_183_cm,_National_Gallery_of_Art

Ausgestellt in der National Gallery of Art in Washington DC

Jean Metzinger „La femme au cheval“, 1911

Als Meisterwerk der deutschen Kunstgeschichte Anfang des 20sten Jahrhunderts gekürt, ist dieses Gemälde eine Komposition reiner Geometrie, eine 360 Grad Perspektive natürlicher Elemente. Klar erkennbar sind einige Gegenstände wie Früchte, eine Vase und Pflanzen. Eine zweite Ebene zeigt eine Frau und ein Pferd, die miteinander verschmelzen. Trotzdessen, oder gerade wegen dieser Fusion präsentiert sich die Dame dennoch gerade zu elegant und würdevoll.

Jean Metzinger, 1911-12, La Femme au Cheval, Woman with a horse, oil on canvas, 162 x 130 cm, Statens Museum for Kunst, National Gallery of Denmark

Ölgemälde, ausgestellt im Museum for Kunst, National Gallery Denmark

Georges Braque „Woman with a Guitar“, 1913

Ein weiterer Vater des Kubismus ist Georges Braque, der mit seinem Werk „Woman with a Guitar“ den analytischen Zweig des Kubismus repräsentiert. Trotz der dem Kubismus innewohnenden Stiftung von Verwirrung, erweckt die Betrachtung dieses Gemäldes eine geradezu harmonische Stimmung. Auslöser für diese Wahrnehmung sind vermutlich die sich ergänzenden Farben, sowie die klare Anordnung von Kopf und Guitarre der Frau, die dem Betrachter Orientierungshilfe bieten. Der Kubismus hat es sich nicht zur Aufgabe gemacht klare Anfänge und Enden von Objekten darzustellen und die angedeuteten Musiknoten lassen den Betrachter geradezu hören, was die Frau auf Ihrer Guitarre spielt. Eine Symphonie für Auge und Ohr zugleich.

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Öl und Kohle, ausgestellt im Musée National d’Art Moderne, Paris

Singularts Formgebung

Auch die Künstler auf Singulart sehen auf mehreren Ebenen und haben Gemälde gezaubert, die sich nicht unbedingt auf den ersten Blick vollständig erschliessen. Entdecken Sie das perspektivische Universum von Roni Feldman, Olivier Anicet undPaweł Śliwiński.

Roni Feldman

Für Roni Feldman ist die Betrachtung von Kunst ein erforschender Prozess. In seiner Serie ‚Age of Exploration‘ porträtiert er bekannte Geschichtsforscher und arbeitet unerwartete Überraschungen ein. Statt einer flüchtigen Wahrnehmung wird der Betrachter gerade zu auf eine visuelle Schatzjagd geschickt. Auch die Serie ‚The Black Paintings‘ steckt voller versteckter Details.

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Beacon,© Roni Feldman, Singulart Artist

Olivier Anicet

Olivier Anicet ist ein plastischer Künstler mit ebenso vielen Facetten wie seine Werke Farben und Formen haben. Er probierte zahlreiche stilistische Formen aus und diese Erfahrung erlaubt es ihn sich ständig neu zu erfinden. Diese beharrliche Suche nach sich selbst und nach Neuem lässt ihn selbst Betrachter bei der Entstehung seiner eigenen Werke werden. Seine Serie ‚Paris Bitumes‚ repräsentiert seine Liebe zu Form und Farbe.

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Nuit étirée,© Olivier Anicet, Singulart artist

Paweł Śliwiński

Geboren 1984 in Polen,Paweł Śliwińskiverarbeitet in seine Kunstwerke sowohl visuelle, als auch psychologische Einflüsse. Einige seine Bilder zeugen von harschen Linien und kubistischen Formen, während Andere weichere und fast surrealistische Traumwelten darstellen.

Composition

Composition,©Paweł Śliwiński, Singulart artist

Manchmal hilft ein Perspektivwechsel in allen Belangen, schauen Sie also vorbei und lassen sich den Kopf verdrehen!

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