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Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Ich wurde in Caracas, Venezuela, geboren. Ich komme aus einer Familie in welcher jede Aktivität möglich war, vom Handwerk des Maurers bis zur Herstellung von Retablos, kleine ikonographische Kunstwerke aus unterschiedlichen Materialien wie Gold, Leder oder Holz. In meinem Haus gab es ein Zimmer, welches der Kreativität und der Erfindung vorbehalten war. Dort war alles möglich. Im Jahr 1966, im Alter von acht Jahren, nahm ich an einem Cartoon-Zeichenkurs in Caracas teil. Mein erstes Werk stellte Lavoisier und die Damen von Louis XV des königlichen Hofs dar. Menschliche Figuren nehmen sofort eine zentrale Rolle in meinen Werken ein. Auf diese Weise perfektionierte ich meine Zeichentechnik. Im Alter von 14 experimentierte ich mit Ölmalerei, Portraits und dem Stillleben. Ich wurde 1972 vom venezolanischen Künstler Manolo Pérez in die Ölmalerei eingeführt. Dieses Umfeld motivierte mich Familiensituationen und deren typische Rollen künstlerisch darzustellen.

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Was reizt Sie an der abstrakten Kunst und haben Sie schon mal andere Formen versucht?

Im Jahr 1985 nahm ich, dank dem deutschen Künstler Hans Ortner, menschliche Figuren in meine Kunstwerke auf. Ich verwendete Malereien, um meine Ideen und subliminalen Konzepte moderner Abstraktion darzustellen. Sogar heute sehe ich die Ergebnisse als Personifikation von Gestalten, die aus einer Mischung zwischen Körpern und Seelen entstehen.
Meine Kunst basiert auf der Fusion von allen Hauptelementen des menschlichen Wesens: Seele, Körper und Natur. In meinen Arbeiten ist es möglich, die Verschmelzung von physischer und psychologischer Realität zu beobachten, die Grenzen zwischen Symbolischem und Abstraktem.

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Welche Techniken und Materialien nutzen Sie am Liebsten?

Ich bin experimentierfreudig und mag eher die Mischtechnik oder mit neue Materialien arbeiten. Habe mit Öl, Acryl, Keramik, Teppichen, Plastikmatten, Holz, Leinwand, Cartoon, etc. gearbeitet, also verschiedensten Techniken.

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Erzählen Sie uns etwas über ihre Serie Human Trees?

“Menschliche Wesen sind nicht besser als andere Lebewesen”. Dieser Satz symbolisiert für mich die Wahrnehmung der Menschen und der Natur. Ich stelle diese Wahrnehmung im Kunstwerk The Human Trees dar, in welcher ich die Einfachheit der menschlichen Figur harmonisch mit dem Baum eines Waldes verschmelzen lasse.

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Was möchten Sie in der Kunst erreichen, wo würden Sie gerne einmal ausstellen?

Kunst gibt meinem Leben Gleichgewicht. Ereignisse, Gefühle und Objekte lassen sich bis zu einem gewissen Punkt erklären, welcher der Grenze zwischen Logik und Kunst entspricht.

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Alle Bilder sind gemacht worden von Hewig Korbel.

Mehr über Jorge Gonçalves Romero erfahren Sie hier: jorge-goncalves-fine-arts.com

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