Interviews

Künstler Be'shan im Interview!

Stell dich kurz vor!

Be´shan, in Georgien geboren, lebe und arbeite seit 1992 in Hamburg. Ich studierte in Georgien Germanistik, in Hamburg Freie Kunst, machte eine Ausbildung zum Kunsttherapeuten. Seit mehreren Jahren bin ich selbstständiger Künstler und Kunsttherapeut, stelle deutschlandweit aus und gebe regelmäßig Workshops und Kurse in Hamburg. Das Schreiben ist für mich genauso wichtig wie das Malen, habe bereits einige Bücher in Deutschland veröffentlicht. Gerade erscheint das nächste Buch: „Das Glück eines Künstlers – von der Magie des Malens“.
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new horizons ©Be´shan

Wie kamst Du zur Kunst?

Kunst kam eher zu mir als ich zu ihr. Hab schon als Kind sehr viel gezeichnet und gemalt, hauptsächlich religiöse Themen und die Portraits von Heiligen. In der Pubertät aber ersetzte die Literatur die Kunst, das Wort wurde wichtiger als die Farbe. Als ich dann nach Deutschland kam und das ewige Grau vom Himmel mein Leben zu bestimmen versuchte – wurde mein Bedürfnis zu Farbe beinahe ein Lebensbekenntnis. Ich entdeckte Monet und später Van Gogh und damit war es um mich geschehen. Von da an begann die Farbe meine Leben zu bestimmen und es ist auch heute so. Sich über die Farbe auszudrücken wurde zur wichtigsten Handlung in meinem Leben.
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alioni (Morgendämmerung) ©Be´shan

Inwiefern beeinflussen politische Geschehnisse Deine Werke und Kreativität?

Alles beeinflusst uns, egal ob politische oder nicht politische Begebenheiten. Wie man es in der Kunst verpackt, das ist eine andere Geschichte. Unser Gehirn speichert ständig und unser Unbewusstes schickt uns eine Idee nach der anderen, diese Sendungen zu filtern und daraus ein Kunstwerk zu kreieren – darin sehe ich meine Aufgabe als Künstler.
Ich finde, zu direkt sich in der Kunst mit Politik auseinanderzusetzen bringt heute nichts mehr. Mit der politischen Malerei kann ein Künstler gegenwärtig ziemlich lächerlich wirken, außerdem interessiert es niemandem mehr. So versuche ich auch, mich davon frei zu machen.
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a memory ©Be´shan

Wie gehst Du vor, wenn Du mit einem neuen Werk beginnst?

Vor allem das Umfeld ringsherum muss stimmen! Damit ich meine eigene Mitte erreiche und voll da bin, motiviert und inspiriert. Dann vertraue ich mich voll dem Zufall beim Malen an (ich bezweifle aber, dass es wirklich Zufälle sind). Mit dem Gefühl ranzugehen, dass man nichts dabei falsch machen kann, ist für mich enorm wichtig. Wenn es mir gelingt – und meistens ist das der Fall – dem Unsichtbaren ein sichtbares Bild zu entreißen und ihm gewisse Lebenszüge zu verleihen, dann bin ich der glücklichste Mensch der Welt!
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smardinia ©Be´shan

Wo würdest Du gerne Deine Werke ausstellen wollen?

Mein Wunsch ist es, irgendwann in New York in einer Galerie auszustellen, denn ich finde diese Stadt ist nach wie vor der Mittelpunkt der kreativen Welt und jeder Künstler, der was von sich hält, sollte dort seine Kunst zeigen.
Dürfte aber schwer sein, angesichts der Größe meiner Bilder, es sei denn es findet sich ein Sponsor.
Die kreative Welt von Be’shan :www.beshan-art.de/

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