Interviews

Interview mit dem Künstler Jan F. Welker

Kleine Präsentation Deiner Person!

Das überlasse ich am Besten Dr. Tobias Wall und einem kleinen Auszug seines Artikels über mich:
Malerei ist unerschöpflich.
Wer noch einmal mit dem abgegriffenen Gedanken „vom Ende der Malerei“ spielt,
sollte sich mit Jan F. Welker in Verbindung setzen. Seit Jahrzehnten ist er mit seinem malerischen Werk der südwest-deutschen Szene präsent, entwickelt es immer weiter, überrascht mit immer neuen Ausdrucksvarianten und Themenfeldern.
Die Leidenschaft und Intensität, mit der er die Farben auf die Leinwand bringt, wie er sich souverän zwischen expressiver Geste und geradezu altmeisterlicher Virtuosität bewegt, ist bemerkenswert.
Von je her stand die menschliche Figur im Zentrum seines Schaffens: der Mensch, sein Schicksal
mit seiner ganzen existentiellen Bandbreite. Auf manchen seiner Gemälden begegnet uns das Individuum als Privatperson, heiter, unbeschwert durchs Leben wandelnd, beim Spiel, im Tanz, im Schwebezustand
des Glücks. Auf anderen sehen wir Menschen in schicksalhaften Momenten, Blicke in Abgründe, persönlicher aber auch historisch, politischer Art. Welker führt uns den Mensch in seiner Schönheit, seiner Anmut und Sinnlichkeit, aber auch seiner Hässlichkeit, Verletzlichkeit und Brutalität vor: als Täter, als Opfer.
Jan Welker schreckt nicht vor großen, dramatischen Themen zurück, Auschwitz, Tschernobyl, Wehrmacht. Er hat die malerischen Möglichkeiten, diesen Gewalten eine Form zu geben, künstlerische Metaphern für das Unsagbare zu finden.
So stellt sich Welker in seinem Werk immer wieder aufs neue der Conditio Humana, dem Menschen in seiner absurden Verfasstheit, seinem Leben zwischen schwebender Freude und erschütternden Abgründen. Wer dies als Maler auf sich nimmt, muss wie Jan Welker alle Facetten seines künstlerischen Handwerks verstehen. Malerei ist unerschöpflich.
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ohne Titel©Jan Welker

Was bedeutet Dir Kunst?

Kunst ist das, was nicht in Worte fassbar ist.
Das, was über einen hinausgeht. Man erschafft etwas, was vorher nicht da war. Man arbeitet das Erlebte ab, ein ständiges Nachdenken über das Leben.
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Staffellauf Wien ©Jan Welker

Dein Lieblingswerk? Wieso ?

Lieblingsbilder – haben ein Geheimnis, sie lassen einen immer wieder nachdenken. Sie sind ästhetisch ansprechend, das muss nicht schön sein.

Und sie müssen von einem Können zeugen.
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9-11©Jan Welker

Wie sieht Dein Arbeitsumfeld aus?

Ich bin seit 1993 freischaffend tätig, arbeite seit 1996 in einem alten Bauernhaus, mit einem wunderbaren Ausblick auf Weinberge und die Rems.
Handwerk ist mir wichtig, als gelernter Tischler habe ich eine kleine, gut eingerichtete Schreinerwerkstatt.
Arbeiten als eigener Herr, im stetigen Wechsel zwischen Malerei, Handwerk, Computerarbeit und Marketing.
Diese Freiheit ist unbezahlbar.
Und – Kunst muss ernähren – Auftragsmalerei, Kundenkontakte und Projektarbeiten sind ein ständiger Bestandteil meines Schaffens.
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Rio Reiser ©Jan Welker

Wo würdest Du gerne Deine Werke ausstellen wollen?

Jeder Künstler träumt von renommierten Ausstellungsplätzen.
Atmoshpäre ist entscheidender. Kirchen und historische Gebäude finde ich sehr reizvoll. Werke und Raum müssen zusammenpassen, ernsthafte Arbeiten sind gefordert.
Schloss Schramberg
Schloss Schramberg

Jan F. Welker und sein kreatives Universum können Sie hier entdecken :www.atelier-welker.de
Ebenso auf Facebook :www.facebook.com/janfwelker&www.facebook.com/atelierwelker/

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