Interview mit dem Fotografen Karl Warkentin

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Kleine Präsentation Deiner Person!

• Geboren 1957 in Hamburg, technische und gestalterische Ausbildung
(Fernsehtechniker, Fotolaborant, Kommunikationsdesigner)
• Berufliche Tätigkeit in einem Unternehmen, das digitale Schriften (Fonts)
hergestellt hat, Kundenschulungen, Unterrichtstätigkeit an verschiedenen
Hamburger Designschulen, seit dem Studium immer auch freiberufliche Tätigkeit
als Fotograf und Designer
• Umzug nach Oberkirch in den Schwarzwald. Fotografie für Architekten, Hotels,
Industrie, Verlage und Privatpersonen, freie Arbeiten im Bereich Architektur,
Portrait, Akt, Landschaft und Reise
• Autorentätigkeit (Text & Bild) für Fachzeitschriften in den Bereichen Fotografie,
Architektur, Bautechnik mit weit über 100 Veröffentlichungen
• Über 25 meist Einzelausstellungen in Deutschland sowie Portfolio Veröffentlichungen
in Deutschland, Italien, Russland und Spanien
• Lehrtätigkeit für mehrere Design-, Kunst- und Volkshochschulen, einen
Reiseworkshop-Veranstalter sowie Firmen und Privatpersonen

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Wie kamst Du zur Kunst?

Zunächst kam ich zur Fotografie! Wie die meisten Menschen, die sich ihr Leben
lang mit Fotografie beschäftigen, kam auch ich in früher Jugend zur Fotografie. Das
kam so: ich lag mit Masern im Bett, das Zimmer war abgedunkelt und ich habe
mich sehr gelangweilt. Also habe ich heimlich die Kamera meines Vaters aus dem
Schrank geholt und damit angefangen rumzuspielen und zu fotografieren oder eher
– zu knipsen. Mein erstes Foto war ein Portrait von John Wayne als Westernheld –
im Fernsehen. Alles andere im Zimmer war einfach zu dunkel!
Wenn nach vielen Jahren des Lernens, Erfahrung Sammelns, der Erfolge und
Misserfolge mit der Kamera die Betrachter meiner Arbeiten jetzt der Meinung sind,
dass es Kunst geworden ist, was da entsteht, dann sehe ich das als eine
Auszeichnung an.

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Wen oder was lichtest Du am Liebsten ab?

Menschen, moderne Architektur, Landschafts- und Reisefotografie sind meine
bevorzugten Themen. Dabei ist mir die Ästhetik des Bildes wichtig, also Licht,
Komposition, Kontraste und Farben. Farbfotografie spricht mich gleichermaßen an
wie Bilder in Schwarzweiß, die digitale Dunkelkammer gehört für mich ebenso zum
fotografischen Prozess wie die analoge, allerdings entsteht bei mir das Bild in der
Kamera, nicht im Computer. Die rote Linie ist also die wesentliche inhaltliche
Veränderung für mich. Zahlreiche Beispiele meiner Arbeiten findet man auf den
Galerieseiten von www.warkentin-fotografie.de.

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Wie kann man sich eine Fotoreise vorstellen?

Das hängt sehr vom Thema und dem (geografischen und inhaltlichen) Ziel der
Reise ab. Geht es nach Lissabon, Dubai oder Marrakesch, sind die Teilnehmenden
in der Regel derart von der fremden, neuen Umgebung überwältigt, dass es erstmal
darum geht, zu lernen, wie man in kleinen Häppchen Zugang zu einem neuen
Thema bekommt. Wir suchen interessante Orte (viele nicht touristische) zu den
optimalen Zeiten zum Fotografieren auf, machen Bildbesprechungen im Hotel und
es gibt viele praktische Foto-Tipps vor Ort vom Profi. Schwerpunkt ist das
Fotografieren for Ort, also die Location.
Dann gibt es Reisen mit einem speziellen Thema, wie Nachtfotografie in Venedig,
Cyanotypie auf Sylt oder die Gestaltung eines Bildes im Quadrat auf Hiddensee.
Bei diesen Kursen ist nicht die Location im Vordergrund, sie bildet vielmehr den
kreativen Rahmen für das mit Vorträgen, praktischer Einzel- und Gruppenarbeit
und Fotoausflügen bearbeitete Sujet.
Einen Überblick über mein aktuelles Angebot an Fotokursen, Fotoworkshops und
Fotoreisen gibt es auf www.warkentin-workshops.de.

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Was begeistert Dich daran, Kurse und Workshops zu geben?

Ich lerne! Ich lerne neue, kreative Menschen und Ideen kennen, ich lerne neue
Umgebungen kennen und ich lerne, noch besser auszudrücken, was ich in der
Fotografie vermitteln möchte. Und ich habe dadurch die seltene Gelegenheit,
meine Berufung zu meinem Beruf zu machen.
Natürlich bin ich gern mit kreativen Menschen zusammen, freue mich, ihnen etwas
von meinem Wissen und meiner Erfahrung vermitteln zu können und über die
Jahre deren Entwicklung zu beobachten.

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