Interviews

Chinstin Lutze im Fokus

Stell Dich kurz vor !

Ich bin eine in Berlin lebende Malerin, studiert habe ich an der Udk in Berlin. Nach mehreren Arbeits- und Studienaufenthalten ist mein hauptsächlicher Arbeits- und Wohnort in Berlin, wo ich in im Atelierhaus „Alte Lederfabrik“ arbeite. Die Leidenschaft und Freude für die Malerei habe ich seit Kindheitstagen. Ich lebe und arbeite oft im Ausland, derzeit in Reykjavik, komme aber immer wieder gern zurück nach Berlin. Fern- und Heimweh wechseln sich immer ab. Das ist aber auch sehr wichtig für meine Arbeit. Konzentriert hole ich mir an anderen Orten neue Eindrücke, Erfahrungen, Ideen und Inspirationen, die ich dann in meine Bilder einbaue.

Wie beschreibst Du Deine Kunst?

Meine Bildideen gründen sich immer in einer Landschaft bzw. Architektur selbst und werden dann von mir über das Topographische und Erzählerische hinaus weiterentwickelt. Das konkrete landschaftliche Motiv wird letztendlich von einem abstrakten Thema überlagert. Beide Bestandteile, Landschaft, bzw. architektonischer Raum und künstlerische Idee, schlagen sich im endgültigen Motiv nieder, wobei ich dem Betrachter genügend Spielraum für eigene Assoziationen und Reflexionen lassen möchte.

Ich spanne einen Bogen zwischen Wirklichkeit und Utopie. Ich möchte dem Betrachter Platz für eigene Phantasie, für seine eigene Geschichten und seine eignen Gefühle lassen.

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Im Sog der Perspektiven, 130x200cm

Welche Rolle spielen Farbe und Raum in Deinen Werken und wie spielst du mit diesen Mitteln?

Ich möchte die Natur nicht abbilden, sondern sie dient mir vielmehr als Kulisse. Meine Arbeiten setze ich aus Strukturen und Einzelelementen zusammen. Diese versuche ich zu einer surrealen, traumhaften, erdachten Atmosphäre zusammen zu führen. Es ist ein Wechselspiel zwischen Landschaft, Architektur und Licht. Elemente, wie Flächen und Linien spielen eine wichtige Rolle, dazu bevorzuge ich gerade oder pfeilförmige Linien. Ich spiele mit Schärfen und Unschärfen, erdachten und realen Momenten, organische Formen gehen über in architektonische Elemente. Meine Bilder erscheinen logisch, obwohl die Formen in der Realität nicht funktionieren. Ich setze mich über die Perspektive hinweg und vervielfältige diese in meinen Bildern.

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Rapunzel, 60x90cm

Wie kamst du zum Thema Architektur, Körper und Raum und wie hat sich deine Arbeit entwickelt?

Mich interessiert die runde, figürliche Form nicht. Mein Interesse gilt der eckigen, Körperform, der Architektur und Fläche. Im Raum kann man auch ganz vorzügliche Perspektiven, Weite und Unendlichkeit entdecken. In der Figur Mensch nicht so, da gibt es Begrenzungen und weniger Platz für Phantasie.

Was sind Deine künstlerischen Highlights?

Meine künstlerischen Highlights sind, wenn ich ergriffen und berührt im Museum oder in einer Ausstellung vor einem Werk stehe. Und dann, wenn ich selber ein ganz tolles neues Bild erschaffen habe oder im Prozesses des Malen mit bekomme, dass es nun etwas wird und ich merke, dass ich weiter gekommen bin.

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Blick in die Unendlichkeit (II), 130x100cm

Die Webseite der Künstlerin:www.christin-lutze.de

Christin Lutze auf Singulart:https://www.singulart.com/de/k%C3%BCnstler/christin-lutze-793

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