Singulart Porträt

Stell Dich kurz vor!

Ich heisse Kirk Sora. Ich bin Fotokünstler.

Was möchtest Du mit Deiner Kunst ausdrücken?

Ich bediene mich der Sprache der Kunst, weil sie das adäquate Mittel ist, um die Aussagen zu treffen die mir wichtig sind. Das sind natürlich Dinge die mit Worten nicht auszudrücken sind, die aber über die Betrachtung sehr wohl spür- und erfahrbar werden. Im besten Fall vermitteln die Arbeiten eine besondere Emotionalität, die nur auf diese Weise hervorgerufen werden kann, vorausgesetzt der Betrachter nimmt sich etwas Zeit und lässt das jeweilige Werk auf sich wirken. Jedes spricht auf eine andere Weise, erzählt andere Geschichten und weisst auf andere Dinge hin.

 

Wie gehst Du vor, wenn Du mit einem neuen Werk beginnst?

Das ist ein längerer Prozess. Um die Bilder zu erhalten die ich mir wünsche stelle ich zuerst spezielle Objekte her. Diese verfügen selber über keinen künstlerischen Wert, sind aber die Grundbausteine meiner Arbeit. Dabei versuche ich schon mich in das spätere Foto einzufühlen und die Richtung in welche es gehen möchte und könnte zu bestimmen. Dann finde ich die
jeweils am besten passenden Farben heraus und bemale die Objekte damit. Bevor ich dann zum Fotografieren nach draussen gehe stelle ich aus meinem mittlerweile recht umfangreichen Objektfundus eine Kombination zusammen, die für mein Empfinden Sinn ergibt. Und, ganz wichtig, ich versuche immer mich möglichst gut auf das Licht des jeweiligen Tages einzustellen und zu verstehen, was es an Informationen transportiert. Auch wenn es je nach Jahreszeit an verschiedenen Tagen die gleiche Intensität haben kann, fühlt es sich trotzdem immer wieder verschieden und neu an. Die Objekte arrangiere ich so, dass die Komposition mit der speziellen Qualität des Lichtes harmoniert und einen Gesamtklang ergibt. Und wenn sich alles passend anfühlt, fotografiere ich es.

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Poison Ivy 3, 60x60cm

Was ist für Dich schwierig zu fotografieren?

Mittlerweile beherrsche ich das Handwerkliche ganz passabel, dass ich etwas gar nicht hinkriege ist selten. Eigentlich finde ich immer eine Lösung. Eine Aufgabe ist aber immer wieder zu bestimmen, welche Arbeiten wirklich langfristigen Bestand haben. Darum schaue ich jeden Tag die Negative der letzten Wochen und Monate durch und veröffentliche ein Werk
erst dann, wenn es mich mindestens ein halbes Jahr begleitet hat und nach dieser Zeit immer noch überzeugt.

SingulartKamera

Wie hat sich Dein Werk über die Jahre verändert hin zu dem, das es jetzt ist?

Ich hatte das Glück schon früh zu den für mich passenden Fragestellungen zu finden. Darum habe ich meine grundsätzliche Herangehensweise zwar immer wieder hinterfragt und angepasst, aber im Wesentlichen über die Jahre beibehalten. Das war eine der Entscheidungen, die ich während meines Studiums getroffen hatte: Ich möchte mich nicht permanent neu erfinden, sondern auf
der Grundlage dessen was mir entspricht weiterarbeiten, dabei aber immer tiefer in die Thematik eintauchen, noch besser werden und immer wieder überraschen. Darauf basierend habe ich die Bilder immer weiter ausgefeilt, sie sind intelligenter, authentischer und präziser geworden.

Erzählst Du uns etwas zu Deiner Serie Poison Ivy?

Der Titel ist bewusst ironisch und etwas plakativ gewählt. Er verweist auf das psychoaktive Getränk Ayahuasca, das für mich und meine Entwicklung sehr wichtig war und immer noch ist. Es begleitet mich auf meinem Weg. „Poison Ivy“ ist eine liebevoll gemeinte Hommage an diese Substanz.

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Poison Ivy 7, 80x80cm

 

Die Webseite des Künstlers: https://www.kirk-sora.com/

Das Profil auf Singulart: https://www.singulart.com/de/k%C3%BCnstler/kirk-sora-739

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