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Jackson Pollock

10 wissenswerte Dinge über Jackson Pollock

Über die Grenzen des Mediums hinauszugehen war das A und O des US-amerikanischen Malers Jackson Pollock (1912-1956). Er war Begründer des Action Painting, einer der Väter des abstrakten Expressionismus und generell Schirmherr des Unkonventionellen. Sein Werk verhalf New York in den 1950er Jahren endgültig zum Rang einer Hauptstadt der internationalen Kunstwelt, und Jackson Pollock prägte nachhaltig ein Stück der Kunstgeschichte.

Nun also 10 wissenswerte Dinge rund um den schwer greifbaren Maler, dessen Arbeit bis heute Einfluss auf Künstler der Gegenwart hat.

1.

Paul Jackson Pollock

Pollock begann erst 1930 seinen zweiten Vornamen Jackson zu verwenden. Das Time Magazine prägte noch zu seinen Lebzeiten den Spitznamen „Jack the Dripper“, eine Anspielung auf seine Dripping-Technik.

2.

Neben der Malerei beschäftigte sich Pollock auch mit Bildhauerei und schuf einige Skulpturen.

3.

Die Galeristin Peggy Guggenheim nahm Pollock 1943 unter Exklusivvertrag und öffnete ihm sämtliche Pforten zur Kunstszene New Yorks.

4.

Dank der Veröffentlichungen von Clement Greenberg, Kunstkritiker und eine der einflussreichsten Personen in der US-amerikanischen Kunstszene der Zeit, wuchs Pollocks Bekanntheit stetig. Greenberg war ein Verfechter der Reinheit der Form und der Abstraktion. Er vertrat die Ansicht, Kunst müsse sich aus ihren Mitteln definieren, aus Leinwand, Farbe, Fläche. Und so war Greenberg ein glühender Verteidiger des abstrakten Expressionismus im Allgemeinen und von Jackson Pollock im Speziellen.

5.

Pollocks expressionistische Werke verbinden zwei Einflüsse: eine Neigung zum Formalismus und eine zum Surrealismus.

6.

Sein Malprozess wurde auch von Pollocks Psychotherapeuten eingesetzt.

Da er sich mangels einer Staffelei in dieser Größe für eine Leinwand auf dem Boden entschied, wurde der gesamte Körper Pollocks zu einer Verlängerung des Pinsels. Für seine Methode, die Farbe fließen, spritzen und tropfen zu lassen (Englisch „drip“ heißt Tropfen), musste sich Pollock hektisch bewegen, um eine Symbiose von Farben und Textur zu erzeugen.

Dieser physisch anstrengende Prozess unterliegt den Regeln der physischen Effekte wie etwa der Schwerkraft oder dem Fließverhalten unterschiedlicher Farben, was ein Zuschauer beim Action Painting mitverfolgen kann. Laut einer Anekdote befand sich Pollock Anfang der 1940er Jahre in Behandlung, um seine Alkoholkrankheit in den Griff zu bekommen, was Sitzungen mit den Psychoanalytikern Joseph L. Henderson und Dr. Violet Staub de Laszio einschloss. Beide setzten Pollocks Maltechnik, sein „All-Over“, als therapeutisches Medium ein.

7.

Pollocks Inspirationsquellen schlossen indigene Kunst und schamanische Kulturen mit ein.

Pollock war fasziniert von Motiven aus der indigenen Kunst Nordamerikas und beschäftigte sich zudem mit Theorien von C. G. Jung. Er teilte dessen Auffassung, dass das Unbewusste die Quelle der Kunst sei. Pollock glaubte zudem an eine spirituelle Transformation durch das Schaffen von Kunst, und seine Werke bis in die frühen 1940er Jahre zeigen immer wieder indianische sowie Motive der Inuit.

8.

Pollocks Lieblingsmaler war Albert Pinkham Ryder.

9.

Hans Namuth und seine Filme prägten den Mythos Pollock.

Im Sommer 1950 ließ sich Jackson Pollock von dem aus Deutschland eingewanderten Fotografen Hans Namuth (1915-1990) bei der Arbeit filmen und fotografieren. Er bemalte eigens eine Glasplatte, durch die Hans Namuth ihn aufnehmen konnte. Die Fotoserie erschien im Frühjahr 1951 in der Kunstzeitschrift „Portfolio“. Durch die Aufnahmen Namuths wurde der Mensch Jackson Pollock der breiteren Öffentlichkeit bekannt.

10.

Kein Anfang und kein Ende – ein Schlüsselelement seines Prozesses

„Es gibt einen Kritiker, der einmal schrieb, dass meine Werke weder Anfang noch Ende hätten. Er wollte mir kein Kompliment machen, aber es war eines“, meinte Jackson Pollock einmal selbst.

1956 verursachte Pollock unter Alkoholeinfluss einen schweren Autounfall, den er nicht überlebte.

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