Interviews

Im Gespräch mit Kef!

Kef! ist ein aufstrebender deutscher Künstler, der seine Arbeiten national und international ausgestellt hat. Beeinflusst wird Kef! von Graffiti, der Street Art und dem Drang, das auszudrücken, was sich durch Worte nicht beschreiben lässt. Hierfür komponiert er Kunstwerke, die Harmonie und Gleichgewicht gleichermaßen einfangen. Seine Werke zeichnen sich durch lineare, geometrische Muster, beruhigende Farben und sanfte Leuchtkraft aus. Wie sich sein Stil entwickelt hat, können Sie in diesem Interview nachlesen. Das Gespräch führte Annika Nein

Was machen Sie morgens, sobald Sie aufgewacht sind?

Nach dem Aufwachen rezitiere ich den Namen eines Buddhas 600 Mal bevor ich mich der materiellen Welt zuwende.

 Was inspiriert Sie besonders?

Die Natur ist besonders inspirierend für mich. Es ist die höchste Ästhetik auf diesem Planeten. Sie ist lebendig und voller Energie. Ansonsten sind Inspirationen jederzeit und überall, wenn man genauer hinschaut. Es fängt an mit dem Antlitz des Lichtes beim Sonnenaufgang. 

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus

Ich arbeite in meinem eigenem Atelier. Jedes Mal betrete ich meine eigene Welt, ich brauche das.

"Roar of the Lion #6", Farbstift auf Papier, 100x70cm, 2019
Kef!, „Roar of the Lion #6“, Farbstift auf Papier, 100x70cm, 2019

Würden Sie uns Ihre Maltechnik und Ihren Stil beschreiben?

Man sagt, ich sei irgendwo zwischen abstraktem Graffiti und Contemporary Art, letztendlich ordne ich mich selber nicht gerne einem Stil zu und überlasse dies lieber denen, die es zuordnen wollen. Auf Leinwand und Papier nutze ich im Moment Acryl und Tusche, größere Wände bemale ich mit Sprühfarben. Die Werkzeuge zum Malen bastel ich mir teilweise selber zusammen. 

Wie haben Sie ihren Stil entwickelt?

Ich wollte schon immer frei von der gesellschaftlichen Norm sein und in eine Welt flüchten, in der absolute Freiheit herrscht und ich meine Ruhe finde. Um meinen Stil zu entwickeln, der frei von allem sein sollte, bin ich damals nie in Museen gegangen, habe keine Kunst studiert und habe die Kunstgeschichte gemieden. 

Kef am Arbeitsplatz

Was sind die wichtigsten drei Utensilien in Ihrem Atelier?

Die drei wichtigsten Utensilien sind schlicht betrachtet: Leinwand, Farbe und das Werkzeug zum Auftragen der Farbe. 

Wie stellen Sie fest, dass ein Kunstwerk fertig ist?

Dies mit Worten zu beschreiben ist unmöglich, da es ein Gefühl ist. Ich male solange, bis ich beim Betrachten des Bildes das Gefühl des Freiseins spüre. 

Was machen Sie gerne, um sich nach einem Arbeitstag zu entspannen?

Ich distanziere mich von dem Wort ,,Arbeit’’ bewusst, da es teilweise auch negative Eigenschaften besitzt. Mir gefällt zu sagen: ,,Ich folge meiner Leidenschaft.’’ Automatisch fallen die negativen Eigenschaften des Wortes ,Arbeit’ weg. Ich würde nicht sagen, dass ich nach einem ,,Arbeitstag’’ entspannen muss, weil es keinen Unterschied gibt zwischen dem, was ich kreiere, bzw. woran ich ,,arbeite’’, und mir. In meinen Gedanken gibt es gar nicht diese Trennung vom ,,Arbeitstag’’ und dem Ruhen danach. Vielleicht bin ich besessen, aber in meiner ,Arbeit’ fühle ich mich frei.

"Roar of the Lion #7", Farbstift auf Papier, 100x70cm, 2019
Kef!, „Roar of the Lion #7“, Farbstift auf Papier, 100x70cm, 2019

Dennoch: Meine sozialen Kontakte sind sehr wichtig; zu teilen bringt Freude im Leben. Lesen, um neue Dinge zu lernen und das Bewusstsein zu erweitern gefällt mir. Ich erkunde gerne Gegenden und Reise ohnehin viel.

Was ist Ihr Lieblingsaspekt in Ihrem kreativen Arbeitsprozess

Es ist vom Anfang bis zum Ende wunderbar. Jeder einzelne Moment ist etwas Besonderes und ich bin dankbar, dass ich das machen kann, was ich liebe. 

Vielen Dank, Kef! Weitere Infos und Kunstwerke finden Sie auf der Künstlerseite von Kef!

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