News  •  Regionen  •  Von der Redaktion empfohlen

Adressbuch: Tokio

Tokyo

Tokio ist nicht nur einer der größten Betondschungel der Welt, sondern hat auch viele faszinierende Seiten. Die Stadt ist ein Konsumtempel mit riesigen Kaufhäusern, ein Epizentrum der Popkultur, und gleichzeitig blickt sie auf Jahrhunderte an kulturellem Reichtum zurück. Mit all den blinkenden Lichtern und dem Geräuschorchester einer Großstadt sorgt Tokio für eine Reizüberflutung der Sonderklasse. Es gibt so vieles zu unternehmen und zu sehen, dass es gar nicht so leicht ist, Prioritäten für künstlerische Entdeckungsreisen zu setzen. Doch zum Glück haben wir eine Liste mit einigen der besten Kunstadressen in Tokio für Sie zusammengestellt, die Sie notieren sollten, bevor der ganz normale Wahnsinn der Stadt Sie ablenken kann.

Mori Art Museum

Im Mori Art Museum in Roppongi erreicht die Kreativität luftige Höhen: Im 53. Stockwerk des Mori Towers sind zeitgenössische Kunst und Architektur zu bewundern. Das Museum ist nach Minoru Mori benannt, dem Immobilienentwickler hinter dem berühmten Komplex, der 2003 eröffnet worden ist. Das Gebäude wurde als Wegweiser für die Zukunft der Stadtplanung entworfen und zeigt, wie man Wohn- und Büroräume, Freizeit, Kunst und Tourismus an einem Ort vereinen kann. Hier können Besucher einige der originellsten, vielseitigsten und umfassendsten Ausstellungen entdecken, die die Stadt zu bieten hat. Von der Plattform des Towers kann man außerdem eine atemberaubende Aussicht auf Tokio genießen.

The Mori Art Museum
Blick aus dem Mori Art Museum. Foto: Yosuke Yamada

SCAI The Bathhouse

Der Besuch eines japanischen Badehauses steht auf der Liste vieler Touristen, doch SCAI The Bathhouse bietet eine besondere Überraschung. Man betritt zwar ein öffentliches Badehaus (das es immerhin schon seit 200 Jahren gibt), aber im Inneren des alten Gebäudes zieren zeitgenössische Kunstwerke die schlichten weißen Wände. Die Sammlung dieser Kunstgalerie gehört zu den renommiertesten Tokios. Ein Besuch verspricht eine faszinierende Mischung aus Alt und Neu in einem charmanten Viertel der Stadt. 

SCAI The Bathhouse
Foto: SCAI The Bathhouse

The Tokyo Photographic Art Museum

Das Tokyo Photographic Art Museum, auch Top Museum genannt, ist ein 1995 eröffnetes staatliches Museum und das einzige öffentliche Museum für Fotografie in Tokio. Mit Themenausstellungen und über 35.000 japanischen und internationalen Werken ist es nach wie vor der zentrale Ort der Stadt, um das Beste im Bereich Fotografie und Bewegtbild zu sehen.

Ghibli Museum

Auch wenn es sich hier nicht um eine traditionelle Galerie handelt, gehört Animation zu Japan wie Sushi und Hochgeschwindigkeitszüge. Das Museum zum legendären Zeichentrickfilmstudio Studio Ghibli hat sich einen Platz im Adressbuch von Tokio redlich verdient. Mit Filmen wie „Mein Nachbar Totoro“, „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ hat Studio Ghibli ein großes kulturelles Vermächtnis geschaffen. Im Ghibli-Museum gibt es auch sonst viel zu sehen: In den letzten Jahren gab es etwa Ausstellungen zum Einsatz von Farbe in den Filmen oder zum Design der köstlichen Speisen, die in vielen der berühmtesten Animationsfilme von Studio Ghibli zu sehen sind. Zusammen mit den vertrauten Kulissen und liebgewonnenen Charakteren wird ein beeindruckendes Erlebnis geschaffen, das Sie nicht verpassen sollten.

Ghibli Museum
Ghibli Museum. Foto: Tomi Mäkitalo

Street Art

Tokios unaufhaltsame Kreativität lässt sich nicht nur in Museen bewundern, sondern auch an der Street Art. Das Viertel Harajuku ist bekannt für die Energie einer Stadt, die niemals schläft, für extravagante Mode und Reizüberflutung. Japanisches Graffiti spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf dem Weg zwischen Katzencafés und Läden mit Accessoires können Sie immer wieder einen Blick auf die bunt-wirbelnden Wandmalereien werfen, die sich auch auf Instagram gut machen. Koenji ist ein weiterer künstlerischer Treffpunkt, allerdings mit einem Touch von Retro. In den 1970ern war der Stadtteil das Herz der Punkszene Tokios. Seinen Undergroundflair hat er sich bis heute bewahrt und ist damit ein Refugium für Kreative. Wenn Sie nach der coolen Seite Tokios suchen, finden Sie sie hier. 

Titelfoto: Jezael Melgoza auf Unsplash

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.