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5 Minuten mit Reneta Isin

Reneta Isin

Die in Bulgarien geborene Reneta Isin absolvierte 1981 die dortige National School of Applied Arts und zog 1989 nach Deutschland, wo sie seitdem lebt. Ihre Werke befinden sich in Privatsammlungen weltweit, insbesondere in Bulgarien, Deutschland, Österreich, den USA und Italien. Isin arbeitet hauptsächlich mit Ölfarbe, dabei sind Porträts ihr bevorzugtes Sujet. Ihr Portfolio zeigt jedoch ihre große Bandbreite mit wunderschönen figurativen Werken, Landschaften und Stillleben. SINGULART hat mit der Künstlerin über ihre kreativen Einflüsse und derzeitigen Projekte gesprochen.

Alt-Nied, Frankfurt am Main (2021), Reneta Isin

Wann wussten Sie, dass Sie Künstlerin werden wollen?

Das Zeichnen hat mir immer Freiheit und positive Emotionen beschert. Ich male bereits seit meiner Kindheit, daher gab es keinen genauen Moment, in dem ich herausfand, dass ich Künstlerin werden möchte. Ich erinnere mich jedoch daran, wie meine Grundschullehrerin einen Tag zu mir nach Hause kam und meinen Eltern sagte, dass sie mich doch an einer Kunstschule anmelden sollten. Anscheinend hatte ich es geschafft, sie mit einer meiner Kinderzeichnungen zu beeindrucken. Mit 15 Jahren begann ich dann die Kunstschule.

Symphony without a name (2021), Reneta Isin

Würden Sie uns von Ihren künstlerischen Einflüssen erzählen, welche Künstler haben Sie inspiriert?

Charakteristisch für meine Bilder sind die Farbpalette, der Kontrast und das Licht. Das andere Interessante ist, dass ich meine Bilder nie im Voraus komponiere. Ich möchte mich bei der Arbeit so frei wie möglich fühlen. Gerne studiere ich hierzu die Alten Meister der Malerei: Ich lasse mich oft vom großen Rembrandt inspirieren. Die Art und Weise, wie er das Licht reflektiert, ist magisch. Seine Werke lassen mich atemlos zurück – ich kann mich in seinen Bilderwelten stundenlang verlieren.

Flora II (2020), Reneta Isin

Mögen Sie es lieber alleine oder in einer Kollaboration zu arbeiten?

Ja, ich bin bei der Arbeit auf jeden Fall gerne alleine, so kann ich mich voll und ganz meiner Arbeit widmen. Ein anderer wichtiger Moment für jeden Künstler besteht hingegen daraus, bei den Ausstellungen seiner Werke in Interaktion mit der Umwelt zu treten und die Reaktion des Publikums zu beobachten. Ich würde diesen aufregenden Moment um nichts in der Welt verpassen wollen! Wenn die Kunstwerke geschätzt werden, ist das vielleicht die größte Inspiration für jeden Künstler.

Würden Sie uns über Ihr derzeitiges Projekt erzählen – woran arbeiten Sie?

Derzeit arbeite ich hauptsächlich an zwei meiner Sammlungen „Forgotten World“ und „Cityscapes“. Ich werde meine Follower jedoch in den kommenden Wochen noch mit einem ganz neuen Projekt überraschen: Folgen Sie meiner Seite auf SINGULART, um nichts zu verpassen. 

Mother Nature (2021), Reneta Isin

Was würden Sie Ihrer Meinung nach tun, wenn Sie nicht Künstlerin geworden wären?

Tatsächlich fällt es mir im Moment etwas schwer, diese Frage zu beantworten, denn es ist für mich nur schwer vorstellbar, keine Künstlerin zu sein. Es wäre in jedem Fall eine Profession im künstlerischen oder kulturellen Bereich.

Haben Sie auf SINGULART andere Künstler entdeckt, deren Kunst Sie schätzen oder gar bewundern?

Auf jeden Fall gibt es viele Künstler auf Singulart, die ich bewundere! Ich werfe regelmäßig einen Blick in die Portfolios von Anastasiya Valiulina, Monika Luniak und Kamen Kissimov.

Notre dame de Paris (2021), Reneta Isin

Welchen Rat würden Sie jungen Künstlern geben, die gerade anfangen und versuchen Fuß zu fassen?

Ich würde ihnen sagen: Fühlt Euch frei und haltet nicht immer am gleichen Stil fest! Betrachtet man sich Picassos Werke „Junge mit Pfeife sowieDora Maar“ sind diese ganz unterschiedlichen Werke doch untrennbar mit dem gleichen Künstler verbunden. Die Reise eines Künstlerdaseins ist lang, macht viel Spaß und lohnt sich!

Vielen Dank für das Interview Reneta! Entdecken Sie alle anderen Werke auf dem SINGULART Profil von Reneta Isin.